Sicherheitshinweis: Nach Alkoholkonsum sollte kein Fahrzeug gelenkt oder in Betrieb genommen werden. Rechner und private Messgeräte liefern keine verlässliche Fahrfreigabe.

Was ist ein Alkomat?

Autor: · Veröffentlicht: 22. Juli 2026 · Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026 · Quellenstand: 22. Juli 2026 · Betreiber: Byte Media GmbH

Als „Alkomat“ wird umgangssprachlich ein Gerät zur Atemalkoholmessung bezeichnet. Es misst, wie viel Alkohol in der ausgeatmeten Luft enthalten ist – angegeben in Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft (mg/l). Weil ein Teil des Alkohols aus dem Blut in der Lunge in die Atemluft übergeht, lässt der Atemwert Rückschlüsse auf die Alkoholisierung zu.

Drei Geräteklassen, drei Zwecke

  • Vortestgeräte verschaffen der Polizei bei Kontrollen einen schnellen ersten Eindruck. Ihr Ergebnis dient der Verdachtsklärung, nicht dem Beweis.
  • Beweissichere Messgeräte (die eigentlichen behördlichen Alkomaten) sind zugelassene, regelmäßig überprüfte Geräte, deren Messung unter definierten Bedingungen rechtlich verwertbar ist.
  • Private Alkoholtester sind frei erhältliche Geräte für die persönliche Orientierung. Sie sind weder zugelassen noch behördlich überprüft – ihre Werte können deutlich abweichen.

Daneben gibt es die Blutuntersuchung: Sie misst den Alkoholgehalt direkt im Blut (in Promille) und kommt etwa zum Einsatz, wenn eine Atemmessung nicht möglich ist oder angefochten wird.

Grenzen privater Geräte

Private Geräte unterscheiden sich stark in Sensorqualität, Kalibrierungszustand und Bedienungsanforderungen. Häufige Fehlerquellen sind Mundrestalkohol kurz nach dem Trinken, falsches Ausatmen, ungeeignete Temperaturen und gealterte Sensoren. Ein privates Gerät ist deshalb nicht mit einem behördlichen Messgerät gleichzusetzen – und sein Ergebnis ist niemals eine Fahrfreigabe. Ausführlich: Private und behördliche Alkoholtester sowie Genauigkeit und Kalibrierung.

Vier Schritte einer Messung mit einem privaten Atemalkoholtester: Wartezeit laut Anleitung, Gerät mit frischem Mundstück vorbereiten, gleichmäßig ausatmen, Ergebnis ablesen. Darunter der Hinweis: Das Messergebnis ist keine Fahrfreigabe.
Der grundsätzliche Messablauf – Details regelt immer die Anleitung des konkreten Geräts.

Wofür private Geräte sinnvoll sein können

Sachlich eingesetzt können private Tester das Bewusstsein für die eigene Alkoholisierung schärfen – etwa um zu erkennen, dass am Morgen nach einer Feier noch Restalkohol vorhanden ist. Sie taugen als Anlass, nicht zu fahren. Umgekehrt gilt nie: Ein niedriger Anzeigewert ist keine Garantie für Fahrtüchtigkeit und keine Entscheidungsgrundlage für das Lenken eines Fahrzeugs.

Weiterführend

Alkomat richtig anwenden · Sensortypen · Kaufberater · mg/l in Promille umrechnen

Quellen und Stand

Letzte Quellenprüfung: 22. Juli 2026. Gesetze, Behördeninformationen und Empfehlungen können sich ändern. Vor wichtigen Entscheidungen bitte immer die verlinkten offiziellen Quellen in ihrer aktuellen Fassung prüfen. Fehler gefunden? Korrekturhinweise sind willkommen.