- Ein Alkomat misst Alkohol in der ausgeatmeten Luft, nicht direkt im Blut.
- Atemalkohol wird in Österreich in mg/l, Blutalkohol in Promille angegeben.
- Vortest, amtliche Beweismessung und privater Selbsttest sind unterschiedliche Anwendungen.
- Das Ergebnis eines privaten Geräts ist keine Fahrfreigabe.
Was bedeutet „Alkomat“ genau?
„Alkomat“ wird im Alltag oft als Sammelbegriff für Atemalkoholtester verwendet. Die österreichische Straßenverkehrsordnung verwendet den Begriff enger: Dort ist ein Alkomat ein Gerät, das den Alkoholgehalt der Atemluft misst und anzeigt. Ein Gerät, das lediglich Hinweise auf einen Verdacht liefert, wird rechtlich als Vortestgerät unterschieden.
Im Handel heißen private Geräte auch Alkoholtester, Atemalkoholtester oder Breathalyzer. Diese Bezeichnungen sagen allein nichts über Qualität, amtliche Zulassung oder rechtliche Verwertbarkeit aus. Wer ein Gerät auswählt, muss Einsatzzweck, Sensortechnik, dokumentierte Toleranz und Kalibrierungsservice getrennt prüfen.
Wie gelangt Alkohol in die Atemluft?
Nach der Aufnahme verteilt sich Ethanol über das Blut im Körper. In der Lunge steht das Blut mit der Atemluft in Kontakt; ein Teil des Alkohols geht in die ausgeatmete Luft über. Ein Messgerät nimmt eine definierte Atemprobe, der Sensor erzeugt ein Signal und die Elektronik berechnet daraus einen Atemalkoholwert. Gute Probenführung soll sicherstellen, dass ausreichend tiefe Ausatemluft erfasst wird.
Das Gerät misst damit keine „Promille im Blut“. Es misst eine andere physikalische Größe. Österreich ordnet Atem- und Blutalkohol rechtlich im Verhältnis zwei zu eins zu: 0,25 mg/l Atemalkohol entsprechen 0,5 Promille Blutalkohol. Diese Zuordnung erklärt der Atemalkohol-Konverter. Eine individuelle Laborumrechnung ist das nicht.
Welche Arten von Alkoholtestern gibt es?
| Art | Aufgabe | Ergebnis |
|---|---|---|
| Privater Atemalkoholtester | Persönliche Orientierung nach Herstelleranleitung | Modellabhängiger Schätzwert ohne amtlichen Beweisstatus |
| Polizeiliches Vortestgerät | Verdacht auf Alkoholbeeinträchtigung prüfen | Hinweis für weitere Untersuchung |
| Behördlicher Alkomat | Atemalkoholgehalt unter geregelten Bedingungen bestimmen | Dokumentierter Messwert, der für ein Verfahren relevant sein kann |
| Blutuntersuchung | Alkoholkonzentration im Blut bestimmen | Blutalkoholwert in Promille; kein Atemalkoholgerät |
Das BEV erklärt für Österreich: Atemalkoholmessgeräte sind eichpflichtig, wenn sie bei straßenaufsichtsbehördlichen Kontrollen verwendet oder bereitgehalten werden. Eichfähig sind nur vom BEV zugelassene Geräte; die Nacheichfrist beträgt zwei Jahre. Diese Vorgaben gelten nicht automatisch für frei verkaufte Privattester.
Wie erkennt ein Alkomat Ethanol?
Private Handgeräte arbeiten häufig mit Halbleiter- oder elektrochemischen Sensoren. Professionelle Systeme können zusätzlich Infrarotmesstechnik verwenden. Jede Technik hat eigene Stärken und Grenzen. Ein Sensorname allein beweist weder Genauigkeit noch rechtliche Eignung. Der Beitrag Sensortypen bei Alkoholtestern vergleicht die Prinzipien ausführlicher.
Wofür kann ein privater Alkomat sinnvoll sein?
Ein deutlich positiver privater Messwert kann vor Augen führen, dass noch Alkohol vorhanden ist – etwa am Morgen nach einer Feier. Das sinnvolle Ergebnis daraus lautet immer: nicht fahren. Der umgekehrte Schluss ist unzulässig. Ein niedriger oder mit 0,00 angezeigter Wert garantiert weder, dass tatsächlich kein Alkohol vorhanden ist, noch dass Reaktion, Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen unbeeinträchtigt sind.
Wer privat misst, braucht ein gewartetes Gerät und muss es korrekt bedienen. Hinweise zu Mundrestalkohol, Mundstück, Atemprobe und Temperatur stehen unter Alkomat richtig anwenden. Kriterien zu Service und Folgekosten bündelt die Kaufberatung.
Welche Grenzen hat die Messung?
- Gerätegrenze: Sensor, Probenahme und Kalibrierungszustand bestimmen die technische Abweichung.
- Anwendungsgrenze: Mundrestalkohol, Temperatur oder eine unvollständige Atemprobe können das Ergebnis verfälschen.
- Biologische Grenze: Alkoholaufnahme und -abbau verändern sich über die Zeit; eine Einzelmessung ist nur eine Momentaufnahme.
- Sicherheitsgrenze: Das Gerät misst keinen Schlafmangel, keine Medikamente und keine individuelle Fahrtüchtigkeit.
- Rechtliche Grenze: Ein privater Wert ersetzt keine amtliche Feststellung.
Häufig gefragt zum Alkomat
Misst ein Alkomat Promille?
Ein Atemalkoholmessgerät misst Alkohol in der Atemluft. Amtlich wird dieser Wert in Österreich in mg/l angegeben. Manche private Geräte zeigen rechnerisch Promille an; das ist keine direkte Blutmessung.
Was ist der Unterschied zwischen Alkomat und Alkotest?
„Alkotest“ wird umgangssprachlich für verschiedene Prüfungen verwendet. Rechtlich ist zwischen dem Vortest zur Verdachtsklärung und der Untersuchung mit einem messenden Alkomaten zu unterscheiden.
Kann ein Alkomat Drogen oder Medikamente erkennen?
Nein. Ein Atemalkoholtester ist für Alkohol ausgelegt. Er untersucht weder illegale Drogen noch Medikamentenwirkungen und beurteilt keine allgemeine Fahrtüchtigkeit.
Was bedeutet 0,25 mg/l?
In Österreich entsprechen 0,25 mg/l Atemalkohol rechtlich 0,5 Promille Blutalkohol. Das ist eine gesetzliche Zuordnung der Einheiten, keine exakte individuelle Blutwertberechnung.

