Direkte Antwort
Die allgemeine Kfz-Grenze lautet weniger als 0,5 Promille. Für Probeführerschein, bestimmte Führerscheinklassen und Ausbildungsfahrten gelten 0,1 Promille oder weniger. Radfahrerinnen und Radfahrer haben ein eigenes Limit von 0,8 Promille. Wer erkennbar beeinträchtigt ist, darf sich nicht auf eine Zahl verlassen.
Das Wichtigste in Kürze
- Kfz allgemein: unter 0,5 ‰ / unter 0,25 mg/l.
- Sondergruppen: 0,1 ‰ oder weniger / 0,05 mg/l oder weniger.
- Fahrrad: 0,8 ‰ / 0,4 mg/l.
- Beim Kfz sind 0,5 bis unter 0,8 Promille grundsätzlich ein Vormerkdelikt.
- Ab 0,8 Promille kann es sich um ein Führerscheinentzugsdelikt handeln.
Grenzwerte und Einheiten
| Bereich | Blutalkohol | Atemalkohol |
|---|---|---|
| Kraftfahrzeuge ohne Sonderregel | unter 0,5 ‰ | unter 0,25 mg/l |
| Sondergruppen und besondere Fahrten | 0,1 ‰ oder weniger | 0,05 mg/l oder weniger |
| Fahrrad | 0,8 ‰ | 0,4 mg/l |
Für die österreichische Rechtszuordnung wird der Atemalkoholwert verdoppelt. Die interaktive Gegenüberstellung steht unter Atemalkohol und Promille umrechnen. Diese Umrechnung ist keine individuelle medizinische Formel.
Für wen gilt 0,1 Promille oder weniger?
Die aktuelle amtliche Übersicht nennt folgende Gruppen und Situationen:
- Klasse AM bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres;
- Probeführerschein während der gesamten Probezeit, bei A1 und L17 jedenfalls bis zum vollendeten 21. Lebensjahr;
- Übungsfahrten „L“ für lenkende und begleitende Person;
- Ausbildungsfahrten L17 für lenkende und begleitende Person;
- Fahrschulfahrten für Fahrschülerin beziehungsweise Fahrschüler und Fahrlehrperson;
- Führerscheinklassen C und D immer;
- Klasse F bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres;
- Schülertransporte immer.
„0,1 Promille oder weniger“ ist keine Empfehlung, Alkohol einzuplanen. Die Schwelle berücksichtigt kleinste Messwerte; wer einer solchen Regel unterliegt, sollte vor dem Lenken vollständig auf Alkohol verzichten.
Was passiert bei einer Überschreitung?
Bei Kraftfahrzeugen müssen Betroffene jedenfalls mit einer Verwaltungsstrafe rechnen. Zwischen 0,5 und unter 0,8 Promille wird der Verstoß grundsätzlich im Vormerksystem erfasst. Ab 0,8 Promille kann ein Führerscheinentzugsdelikt vorliegen; mit steigendem Wert kommen längere Entziehungszeiten und weitere Maßnahmen in Betracht. Zusätzliche Kosten können etwa durch Nachschulung oder verkehrspsychologische Untersuchung entstehen.
Die konkrete Rechtsfolge hängt von Wert, Führerscheinklasse, Probezeit, Vorgeschichte, Unfallfolgen und Bescheid ab. Die kontrollierende Streife stellt Tatsachen fest und dokumentiert; über Verwaltungsstrafe und führerscheinrechtliche Maßnahmen entscheidet die zuständige Behörde. Details stehen unter Führerscheinentzug und Nachschulung wegen Alkohol.
Warum gilt am Fahrrad ein anderer Wert?
Für Radfahrende nennt oesterreich.gv.at 0,8 Promille beziehungsweise 0,4 mg/l. Die Strafrahmen beginnen dort bei 800 bis 3.700 Euro. Alkoholisiertes Radfahren kann außerdem Zweifel an der Verkehrszuverlässigkeit begründen und damit die Kfz-Lenkberechtigung betreffen. Die vollständige Einordnung steht unter Alkohol am Fahrrad in Österreich.
Grenzwert ist kein Sicherheitsziel
Alkohol kann Reaktion, Wahrnehmung und Urteilsvermögen bereits unterhalb rechtlicher Schwellen verschlechtern. Müdigkeit, Medikamente, Erkrankungen und andere Substanzen können die Beeinträchtigung verstärken. Die sichere Alltagsregel ist deshalb einfacher als jede Tabelle: Nach Alkoholkonsum nicht fahren und einen alkoholfreien Heimweg organisieren.
Der Promillerechner kann nur einen theoretischen Bereich zeigen. Er misst nicht, ob ein Grenzwert eingehalten ist. Auch ein privater Alkomat ersetzt keine amtliche Feststellung und keine verantwortliche Entscheidung.
Drei typische Situationen richtig zuordnen
Privater Pkw ohne Sonderregel
Hier gilt grundsätzlich weniger als 0,5 Promille beziehungsweise weniger als 0,25 mg/l. Genau 0,5 Promille liegt nicht mehr unter der Höchstgrenze. Eine Beeinträchtigung kann auch darunter relevant sein.
Probeführerschein
Während der Probezeit gilt 0,1 Promille. Bei A1 und L17 nennt die amtliche Übersicht die strengere Regel jedenfalls bis zum vollendeten 21. Lebensjahr. Verstöße können neben der Geldstrafe weitere probezeitbezogene Maßnahmen auslösen.
Begleitperson bei Übungsfahrt
Die 0,1-Promille-Regel gilt nicht nur für die lernende Person, sondern auch für die Begleitperson. Gleiches gilt laut offizieller Übersicht bei L17-Ausbildungsfahrten.
Atemtest, Blutwert und amtliche Feststellung
Die Polizei misst bei Verkehrskontrollen häufig Atemalkohol. Das Ergebnis wird in mg/l angegeben. 0,25 mg/l werden rechtlich 0,5 Promille gleichgesetzt. Eine Blutuntersuchung ist ein anderes Messverfahren; die einfache Verdoppelung ist deshalb keine private medizinische Prognose.
Wer einen Test verweigert, vermeidet das Verfahren nicht. Die Folgen hängen von Fahrzeugart und Rechtsgrundlage ab und können erheblich sein. Bei einem konkreten Bescheid sind Fristen und Rechtsmittelbelehrung maßgeblich.
So prüfst du, welche Grenze für dich gilt
- Fahrzeugart feststellen: Kfz, Fahrrad oder besondere Fahrzeugkategorie.
- Führerscheinklasse und Probezeit prüfen.
- Besondere Situation klären: Übungsfahrt, L17, Fahrschule oder Schülertransport.
- Aktuelle amtliche Quelle lesen, nicht auf ausländische Grenzwerte vertrauen.
- Unabhängig vom Grenzwert nach Alkoholkonsum nicht fahren.
Die häufig online genannte deutsche 1,6-Promille-Schwelle fürs Fahrrad gilt nicht als österreichische Fahrradgrenze. In Österreich sind es 0,8 Promille.
Fragen zu Promillegrenzen in Österreich
Sind 0,5 Promille beim Autofahren erlaubt?
Die allgemeine Höchstgrenze lautet weniger als 0,5 Promille. Bei genau 0,5 beginnt grundsätzlich der relevante Bereich. Für Sondergruppen gelten niedrigere Grenzen.
Wer muss die 0,1-Promille-Grenze einhalten?
Unter anderem Personen mit Probeführerschein, Klassen C und D, Beteiligte an bestimmten Ausbildungs- und Übungsfahrten sowie Schülertransporte. Die vollständige Liste steht oben.
Was bedeutet 0,25 mg/l?
Dieser Atemalkoholwert entspricht in der österreichischen Rechtszuordnung 0,5 Promille Blutalkohol.
Gilt am Fahrrad auch 0,5 Promille?
Nein. Für Fahrräder gilt 0,8 Promille beziehungsweise 0,4 mg/l. Eine sichere Fahrt ist dadurch nicht garantiert.
Wer entscheidet über einen Führerscheinentzug?
Die zuständige Führerscheinbehörde entscheidet auf Grundlage der amtlichen Feststellungen und des Verfahrens. Die Polizeistreife kann den Führerschein vorläufig abnehmen, trifft aber nicht allein die endgültige Entziehungsentscheidung.
Quellen und Stand
- oesterreich.gv.at: Alkohol am Steuer ↗
- oesterreich.gv.at: Fahrrad im Straßenverkehr ↗
- RIS: Straßenverkehrsordnung 1960 ↗
Quellen geprüft am 23. September 2026. Rechtslage und Beträge vor konkreten Entscheidungen in der aktuellen amtlichen Fassung prüfen.
