Alkoholvergiftung: erkennen und richtig helfen
Sofortmaßnahmen im Notfall
- Notruf 144 wählen.
- Person nicht allein lassen.
- Atemwege kontrollieren und freihalten.
- Bei normaler Atmung: stabile Seitenlage.
- Bei Atemstillstand: sofort Wiederbelebung beginnen und fortsetzen, bis Hilfe eintrifft.
- Keine Getränke einflößen. Kein kaltes Duschen. Niemanden zum Erbrechen zwingen.
Vergiftungsinformationszentrale: +43 1 406 43 43 (rund um die Uhr).
Warnzeichen einer schweren Alkoholvergiftung
- Bewusstseinsstörungen: Die Person reagiert verlangsamt, verwirrt oder gar nicht mehr auf Ansprache.
- Person nicht weckbar: Kein Erwachen auf lautes Ansprechen und vorsichtiges Rütteln – ein Alarmzeichen, sofort 144.
- Atemprobleme: Sehr langsame, unregelmäßige, rasselnde oder aussetzende Atmung.
- Bewusstlosigkeit und Atemstillstand: akut lebensbedrohlich.
- Erbrechen bei eingeschränktem Bewusstsein: Erstickungsgefahr – Atemwege freihalten, Seitenlage.
- Unterkühlung: Alkohol erweitert die Gefäße; Betroffene kühlen besonders im Freien schnell aus. Zudecken und vor Kälte schützen.
- Krampfanfälle oder andere akute Gefährdungen.
Entscheidend sind die Symptome, nicht ein gemessener oder berechneter Wert. Auch wer „nur“ stark betrunken wirkt, kann in eine lebensbedrohliche Lage geraten – der Alkoholspiegel kann nach dem letzten Getränk noch weiter ansteigen.
Was du nicht tun solltest
- Keine Getränke einflößen – weder Wasser noch Kaffee: Bei eingeschränktem Bewusstsein besteht Erstickungsgefahr, und nüchtern wird dadurch niemand.
- Kein kaltes Duschen: Kreislaufkollaps- und Unterkühlungsgefahr.
- Niemanden zum Erbrechen zwingen: Erstickungs- und Verletzungsgefahr.
- Nicht „ausschlafen lassen“ ohne Betreuung: Eine schwer alkoholisierte, nicht weckbare Person gehört überwacht – im Zweifel in ärztliche Behandlung.
Besonders gefährdet: Jugendliche und alkoholungewohnte Personen
Bei Jugendlichen, leichten Personen und Menschen ohne Alkoholgewöhnung können bereits vergleichsweise geringe Mengen schwere Vergiftungen auslösen. Im Zweifel gilt immer: früher Hilfe holen statt abwarten.
Alle Notfallangaben auf dieser Seite wurden anhand offizieller österreichischer Quellen zusammengestellt (Stand siehe unten) und sind vor jeder Veröffentlichung erneut zu prüfen. Diese Seite enthält bewusst keine Werbung.
Weiterführend
Wirkung von Alkohol · Beratung und Hilfe bei riskantem Konsum
Quellen und Stand
- Gesundheitsportal Österreich – Alkoholvergiftung und Notfallmaßnahmen – https://www.gesundheit.gv.at/leben/alkohol-drogen-sucht/alkohol
- Vergiftungsinformationszentrale (VIZ), Gesundheit Österreich GmbH – Notfallnummer +43 1 406 43 43 – https://goeg.at/Vergiftungsinformation
- oesterreich.gv.at – Notrufnummern in Österreich – https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/gesundheit_und_notfaelle/notfaelle
Letzte Quellenprüfung: 22. Juli 2026. Gesetze, Behördeninformationen und Empfehlungen können sich ändern. Vor wichtigen Entscheidungen bitte immer die verlinkten offiziellen Quellen in ihrer aktuellen Fassung prüfen. Fehler gefunden? Korrekturhinweise sind willkommen.